Wissen · Stand Oktober 2026
Black Week 2026 bei Amazon: Fake-Angebote erkennen
„Minus 40 Prozent!“ klingt nach Schnäppchen. Oft ist es keins. Mit drei schnellen Checks erkennst du in 60 Sekunden, ob ein Black-Friday-Angebot echt ist – bei Amazon und in jedem anderen Shop. Und ob sich der Kauf überhaupt lohnt.
Black Friday 2026 ist am Freitag, 27. November. Cyber Monday folgt am 30. November. Amazon und viele andere Shops starten ihre Black Week schon Tage vorher. Je früher die Aktion, desto wichtiger die Checks.
Check 1: Wogegen wird gerechnet?
Jeder Rabatt braucht einen Vergleichspreis. Und genau da wird getrickst. Steht neben dem durchgestrichenen Preis „UVP“, ist das die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Die ist häufig deutlich höher als der Preis, zu dem das Produkt tatsächlich verkauft wird.
Beispiel aus der Praxis: Ein Kaffeevollautomat mit einer UVP von 800 Euro. Tatsächlich kostete er in den Monaten davor 550 bis 580 Euro. Der beworbene Rabatt sah riesig aus – der echte Nachlass lag bei 5 bis 10 Prozent.
Wichtig: Wird mit einer eigenen Preissenkung geworben, muss der Händler in Deutschland den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage als Vergleich angeben. Beim Vergleich mit der UVP gilt das nicht. Deshalb lohnt sich bei „UVP“ immer der zweite Check.
Check 2: Der Preisverlauf
Die wichtigste Frage: War das Produkt schon einmal günstiger? Wenn ja, ist der Black-Friday-Preis kein Deal, sondern Normalität – oder sogar teurer.
So siehst du den Preisverlauf:
- Keepa (Anleitung: Amazon-Preisverlauf anzeigen) – kostenlos als Browser-Erweiterung oder auf keepa.com. Zeigt die Preiskurve direkt auf der Amazon-Produktseite. Stell die Ansicht auf mehrere Monate oder „Alle“, dann siehst du Tiefstpreise auf einen Blick.
- Preisvergleichsseiten wie idealo zeigen ebenfalls eine Preisentwicklung über mehrere Monate.
Beispiel: Ein Router wurde mit minus 28 Prozent beworben. Der Preisverlauf zeigte: Im Juni gab es ihn schon für rund 220 Euro, am Prime Day für 250. Der „Deal“ war keiner.
Achte darauf, dass das Ende der Kurve zum aktuellen Preis passt – und dass du den Neupreis anschaust, nicht gebrauchte Angebote.
Check 3: Andere Shops
Amazon ist oft günstig, aber nicht immer am günstigsten. Ein Blick in den Preisvergleich dauert zehn Sekunden. Gerade zum Black Friday unterbieten sich Händler gegenseitig.
Beispiel: Ein Kaffeevollautomat kostete bei Amazon 519,99 Euro – bei eBay gab es ihn gleichzeitig für 513,13 Euro.
Prüfe beim Vergleich auch Versandkosten und ob der Händler seriös ist. Ein paar Euro Ersparnis lohnen sich nicht, wenn Garantie oder Rückgabe wackeln.
Lohnt sich Black Friday? Die Kurzfassung
- UVP durchgestrichen? Misstrauisch werden – die zahlt kaum jemand.
- Preisverlauf checken. War es schon einmal günstiger, warte oder lass es.
- Preisvergleich. Erst kaufen, wenn kein seriöser Shop günstiger ist.
Besteht ein Angebot alle drei Checks, ist es ein echter Deal. Wenn nicht: Finger weg, egal wie groß die Prozentzahl ist.
Keine Zeit für Checks?
Genau dafür gibt es Deal Chef. Ich mache diese drei Checks für jeden Deal von Hand. Nur was alle besteht, kommt in den Telegram-Kanal – vor und während der Black Week.
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